Bienvenido a Panamá, Santo Padre!

Heute hat die Willkommensfeier für Papst Franziskus an der Cinta Costera stattgefunden. Zuvor stand am Vormittag aber erst einmal der zweite Katechesetag auf dem Programm. Ich habe mich entschieden, heute mal in eine andere der drei deutschsprachigen Katechesekirchen hier in Panama-Stadt zu gehen. Und zwar in die, der die Pilgergruppe aus meinem Heimatbistum Fulda zugeordnet sind. Dort hielt heute der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters die Katechese und feierte anschließend mit uns die Heilige Messe.

Die Kirche ist deutlich größer als unsere eigentliche Katechesekirche, in der wir gestern waren. Um so eine große Gruppe bei Laune zu halten, hatte sich das Paderborner Team, das heute für das Rahmenprogramm der Katechese zuständig war, einiges ausgedacht: alle Gruppen wurden aufgerufen und sollten mit einem Lauten „Ja“ antworten. Danach gab es eine Art „heiße Kartoffel“: große Luftballons wurden in die Menge gegeben und wir hatten die Aufgabe, diese schnellstmöglich an einen Jugendlichen weiterzugeben, der nicht in unserer Gruppe ist, solange die Band spielt. Am Ende wurden die nach vorne gebeten, die den Luftballon in der Hand hatten als die Musik stoppt. In den Ballons befanden sich Armbändchen, die diejenigen nach der Heiligen Messe an andere Pilger verschenken konnten.

Esta es la juventud del papa

Ab dem frühen Nachmittag haben sich die Gruppen dann auf den Weg gemacht, um Papst Franziskus beim Weltjugendtag zu begrüßen. Als der Papst dann die ersten Worte an uns junge Leute sprach, war der Jubel groß. Immer wieder ist „Esta es la juventud del papa“ zu hören. Irgendeiner fängt immer an und dann rufen alle mit. Egal ob beim Papstwillkommen, in der Metro oder einfach mal so auf der Straße. In der Willkommensfeier sagte uns der Papst:

„Ein Jünger ist nicht nur der, der etwas erreicht, sondern derjenige, der mit Entschiedenheit
anpackt, der keine Angst hat, Risiken einzugehen und sich auf den Weg zu machen. Das ist seine größte Freude: unterwegs zu sein. Ihr hattet keine Angst, Risiken einzugehen und euch auf den Weg zu machen.“

Noch 100 Meter...50 Meter...20 Meter....

Auf dem Rückweg fuhr Papst Franziskus dann noch mal direkt vor uns vorbei. Die Strecke war gesäumt von Polizisten und Soldaten. Sie sind übrigens immer sehr freundlich zu uns Pilgern und an jeder Ecke in der Stadt zu sehen. Hier stehen sie jetzt professionell an den Zäunen und schauen, dass alles glatt läuft. Man merkt ihnen irgendwie an, dass sie das auch beindruckend finden was in diesen Tagen in Panama passiert. Und dann ging alles ganz schnell: der liebe Polizist vor uns hat Mitgefühl mit uns Pilgern, die wir alle mit unseren Smartphones und Kameras an der Absperrung hängen und zählt die letzten Meter an, bis der Papst an uns vorbei fährt: 100m, 50m, 20m und schon ist er weg.

Ein Papstbesuch ist eben auch für die Polizisten etwas Besonderes. Als ich am Mittwoch zum Nightfever gelaufen bin, ist der Papst gerade am Flughafen Tocumen gelandet. Das wurde hier live im Fernsehen übertragen und die Polizistin standen in den Bars und haben es im Fernsehen verfolgt 🙂

Hasta luego,

Eure Franziska

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