Der Nightfever Abend beim Weltjugendtag

Hallo zusammen,

jetzt komme ich endlich dazu, etwas zum Nightfever Abend beim Weltjugendtag zu schreiben. Was soll ich sagen? Das Nightfever war überwältigend! Vieles war ja im Vorfeld unsicher, die lateinamerikanische Gelassenheit hat mich in der Vorbereitung das ein oder andere Mal ganz schön herausgefordert, da ich ein Mensch bin, der die Dinge gerne plant und dann strukturiert angeht. Als wir von der Katechese kamen, sahen wir schon, dass an der Straße, an der die Kirche liegt, Absperrungen aufgebaut wurden. Hier sollte später Papst Franziskus langfahren, nachdem er am Flughafen Tocumen gelandet ist. Als wir dann zum Aufbau für das Nightfever gehen wollten, bekam ich erste Bilder über Whatsapp, dass die Straße total dicht war, denn überall drängten sich die Menschen, um den Papst zu sehen. Durch die Absperrungen war also kein Überqueren der Straßenseiten mehr möglich. Wäre irgendwie blöd, wenn wir nach Panama zum Weltjugendtag fliegen, um Nightfever zu feiern, und dann gar nicht zum Aufbau in die Kirche kämen 😀 Über die Metrostation neben der Kirche kamen wir dann aber doch noch auf die andere Seite der Straße und somit zur Kirche. Die erste Hürde war also geschafft 🙂

Nachdem wir uns mit anderen Nightfever Helfern aus Deutschland zum Mitarbeitergebet getroffen hatten, ging es an den Aufbau. Dass die Durchfahrt des Papstes genau zu dieser Zeit erwartet wurde, erwies sich für uns als wahrer Glückfall. Denn in diesen 20 Minuten war die Kirche wie leer gefegt und wir konnten in Windeseile und mit vielen Helfern (DANKE, dass ihr alle da wart!) alles aufbauen.  Wir hätten allerdings auch keine Minute länger brauchen dürfen, denn unmittelbar nachdem der Papst an der Kirche vorbeigefahren war, strömte die Masse in die Kirche und Laufen war dann in der Kirche kaum noch möglich. Obwohl das Allerheiligste noch nicht ausgesetzt war, drängten sich die Pilger schon an den Altarstufen und zogen Bibelverse und schrieben Gebetsanliegen auf. Nachdem P. Darius sich dann mit dem Herrn den Weg bahnen konnte, konnte der Nightfever Abend beginnen (beim Weltjugendtag kann das Nightfever ausnahmsweise nicht mit der Heiligen Messe beginnen, da es den Organisatoren wichtig ist, dass die Pilger morgens die Heilige Messe bei der Katechese besuchen).

Die Kirche war den gesamten Abend über sehr voll. Zeitweise mussten die Pilger längere Zeit anstehen, um nach vorne vor das Allerheiligste zu kommen. Überall knieten junge Leute! Vielen liefen die Tränen und es war eine unglaublich dichte Atmosphäre. Im ganzen Trubel und der Euphorie des Weltjugendtags war es eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und einfach da zu sein vorm Herrn. Alle Erlebnisse der letzten Tage vor ihn zu bringen, ihm zu danken und Vergebung zu erfahren. Ich bin so dankbar für die vielen Priester, die zu Nightfever gekommen sind, um für Gespräch, Segen und das Sakrament der Versöhnung zur Verfügung zu stehen. Es war wirklich ein internationales Nightfever und durch die Sprachflaggen an den Beichtplätzen konnten die Pilger sofort sehen, welche Sprachen der Priester spricht.

"Danke, dass Nightfever nach dem Weltjugendtag in Köln entstanden ist"

Es war so schön, dass soooo viele Nightfever Helfer aus der ganzen Welt dabei waren! Ich hab mich riesig gefreut, euch alle in Panama zu sehen. Richtig dankbar bin ich auch für die Musikgruppen, die spontan Gebetszeiten gestaltet haben! Schon vorher hatten mich einige der Brasilianer angeschrieben, dass sie auch zum Nightfever kommen wollten. Mit vielen war es die erste persönliche Begegnung, einige kannte ich schon von meiner Reise nach Brasilien. Ein junger Mann aus Brasilien sagte zu mir „Danke, dass Nightfever nach dem Weltjugendtag in Köln entstanden ist, denn wir lieben es in Brasilien“. Und das kann ich bestätigen, denn ich war schon dort bei Nightfever 🙂 Wie schön erleben zu dürfen, dass ein geistlicher Aufbruch von Deutschland ausging!

Herzliche Grüße,

Eure Franziska

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