Und dann war der Strom weg

Gestern war unser erster „richtiger“ Tag in Panama: ein Tag voller neuer Eindrücke und Begegnungen!

Zur Sonntagsmesse hatten wir uns mit Sylvia, Eva und P. Darius in unserer Nightfever Kirche verabredet. Die drei sind die österreichische Nationaldelegation beim Weltjugendtag und planen u.a. das Österreicher Treffen. Die Kirche ist super zu erreichen und schon auf dem Vorplatz wurden wir von vielen Helfern aus der Pfarrei begrüßt. Alle sind so herzlich und man merkt ihnen die Freude an, dass der Weltjugendtag nun endlich begonnen hat und sich die Stadt mit Pilgern aus aller Welt füllt.

Die Nightfever Kirche
Die Kirche von innen
Nightfever steht im Pfarrei-Programm

Da wir im Flugzeug keine Gitarre mitnehmen konnten, waren wir noch auf der Suche nach einer Gitarre für das Nightfever am Mittwoch… Als die Koordinatorin der Pfarrei das hörte, bot sie uns sofort an, dass wir ihre Gitarre benutzen dürfen. Sie sei zwar etwas eingestaubt und müsste mal gestimmt werden, aber das kriegen wir hin 🙂 Die Gitarrenfrage hat sich also geklärt! Gott sei Dank!

Im Gespräch erzählt sie uns, dass sie auch einige Zeit in Bonn gelebt hat. Daher wusste sie auch, dass es in Deutschland ein sehr bekanntes Kinderbuch gibt, in dem Panama vorkommt: „Oh wie schön ist Panama“. Und an die Tigerente konnte sie sich natürlich auch noch erinnern 🙂

Dann haben wir Sita kennengelernt, eine ältere Frau aus der Pfarrei, die ganz besorgt darum war, dass wir einen Sonnenbrand bekommen könnten! Sita nimmt zwei Pilgerinnen aus Deutschland auf und hat sich sehr gefreut, als wir ihr erzählt haben, dass wir auch aus Deutschland kommen.

Generell sind hier alle super besorgt um die Pilger. Die Pfarrei hat extra ein Zelt aufgebaut, wo die Pilger ihre Wasserflaschen auffüllen können, damit bei dem Wetter keiner umkippt. Denn tagsüber sind es hier 32°C und nachts ca. 23°C.

Und dann war der Strom weg

Als nächstes Stand die USMA (das ist eine katholische Uni hier in Panama-Stadt) auf unserem Plan. Dort ist das Welcome Center des Weltjugendtags, wo wir unsere Pilgerpakete abholen konnten. Doch als wir zur Metrostation gehen wollten, kamen sofort einige junge Frauen auf uns zu, die uns erklärten, dass die Metro momentan nicht fährt, da in ganz Panama gerade der Strom ausgefallen war. Ups! Das kommt wohl auch nicht so häufig vor, haben uns die Frauen erzählt. Und das, obwohl der Weltjugendtag noch gar nicht richtig begonnen hat, denn die meisten Gruppen sind noch bei den Tagen der Begegnung.

Dann fiel es uns auch auf: keine Ampeln mehr an, dezentes Chaos aus den Straßen, das Hupen der Autos wird immer mehr. Als die Frauen von uns erfahren haben wo wir hinwollen, schenkte uns eine Studentin ihre Metrokarte (hier gibt es eine Karte für die Metro, die man mit Guthaben auflädt und dann nutzen kann), damit wir den Bus nehmen können. Denn die Fahrkarten für Bus und Metro kann man nur in den Metrostationen kaufen, aber nicht im Bus. Diese Gesten der Gastfreundschaft begegneten uns am ersten Tag schon so oft. Das ist unheimlich schön und erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.

An der USMA angekommen, ruft jemand aus dem Auto neben mir „Hallo Franzi“. Ich wundere mich noch kurz, wer mich hier in Panama kennen sollte, drehe mich um und wer sitzt da im Auto? Der Paul! Paul arbeitet bei der afj (Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz) und organisiert den Weltjugendtag für Deutschland. Mit ihm unterwegs waren P. Clemens und Susanne von der deutschen Delegation. Wie klein die Welt doch ist 🙂

Morgen geht’s weiter!

Hasta luego,

Eure Franziska  

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